
Die unglaubliche Reise der Familie Bert zu einem fantastischen Abenteuer.
Eigentlich hatten sich Familie Bert einen ganz gewöhnlichen Sommerurlaub vorgestellt. Vater Paul, Mutter Doris, die zwölfjährige Mia und ihr kleiner Bruder Tim wollten einfach ein paar Wochen ausspannen, die Sonne genießen und neue Orte sehen. Doch schon beim Packen merkte Doris, dass etwas anders war. Es war nicht nur das übliche Kofferchaos, dass Mia ständig die falschen Schuhe in den falschen Koffer steckte oder Tim seine Spielsachen heimlich in Papas Rucksack schmuggelte. Nein, es war dieses Prickeln in der Luft, als ob die Reise etwas Besonderes bereithielt – etwas, das niemand ahnen konnte. Paul hatte die Reise minutiös geplant: Erst mit dem Bus zum Bahnhof, dann mit der Bahn in eine große Stadt, von dort aus ein Flugzeug in ein fernes Land, eine Weiterfahrt mit einem Schiff und zum Schluss sollten sie die Umgebung mit dem Fahrrad erkunden. „Eine Rundreise, die uns alles sehen lässt“, hatte er stolz verkündet. Dass sich daraus jedoch ein Abenteuer entwickeln würde, das kein Reiseprospekt je beschrieben hätte, wusste noch niemand.
Am frühen Morgen standen sie mit ihren Koffern an der Haltestelle. Der Bus kam pünktlich, aber irgendetwas stimmte nicht. Der Fahrer trug eine glänzende blaue Uniform, die aussah, als käme sie aus einem alten Science-Fiction-Film. „Einsteigen, bitte“, sagte er mit einem Zwinkern, das fast so wirkte, als wüsste er mehr, als er preisgeben wollte. Kaum hatten sie Platz genommen, spürte Doris, dass der Motor ungewöhnlich leise summte, fast wie ein flüsterndes Lied. Schon nach wenigen Minuten fuhr der Bus nicht mehr nur durch bekannte Straßen. Er nahm eine Abzweigung, die Paul noch nie gesehen hatte. Statt in die Stadt zu fahren, rollten sie über eine Landstraße, durch Wälder, vorbei an glitzernden Seen. Das Licht schien sich zu verändern – die Sonne war heller, die Schatten tiefer. „Keine Sorge“, rief der Fahrer lachend, „wir kommen schon rechtzeitig an.“ Doch in der Familie breitete sich eine gespannte Neugier aus. Tim drückte sich an das Fenster und rief: „Mama, der See… der leuchtet!“ Tatsächlich glimmte das Wasser in einem sanften Blau, als würde es von innen heraus strahlen. Nach einer halben Stunde bog der Bus plötzlich wieder in die Stadt ein – als wäre nichts gewesen. Später konnte sich keiner so recht erklären, wo sie eigentlich entlanggefahren waren.
Am Bahnhof stiegen sie in einen Intercity-Express. Anfangs verlief alles normal: gemütliche Sitze, freundliche Mitreisende, leise Gespräche. Doch kaum hatte der Zug die Stadt verlassen, begann sich die Landschaft draußen auf seltsame Weise zu verändern. Die Felder wirkten goldener als sonst, die Wolken zogen in geschwungenen Mustern am Himmel vorbei, und am Horizont funkelten Lichter, als ob dort ein Fest stattfände. Tim drückte die Nase an die Scheibe. „Guck mal, Mama! Da laufen bunte Tiere!“ Tatsächlich huschten Wesen mit schillerndem Fell und langen Ohren über die Wiesen – Tiere, die in keinem Biologiebuch zu finden waren. Mia konnte sich nicht losreißen. „Sind das… Fabelwesen?“ Ein älterer Herr im Abteil nebenan lächelte nur. „Das ist der Zauberzug“, murmelte er leise, „wer genau hinsieht, darf ein Stück davon erleben.“ Dann beugte er sich vor, legte Paul eine kleine, silberne Münze in die Hand und fügte hinzu: „Vielleicht werdet ihr sie noch brauchen.“ Ehe die Familie genauer nachfragen konnte, hielt der Zug am Flughafenbahnhof, und der Mann war verschwunden.
Das Flugzeug brachte sie in ein Land, das sie bisher nur von Bildern kannten. Doch schon beim Start wirkte alles ein wenig anders. Die Wolken schienen zu tanzen, die Sonne malte Regenbogenstreifen quer über den Himmel. Als sie höher stiegen, sahen sie unter sich nicht nur Städte und Landschaften, sondern auch merkwürdige Formen im Meer – große, sich bewegende Schatten, die aussahen wie uralte Meeresriesen. Während des Fluges bemerkte Doris, dass die Stewardess kleine Fläschchen verteilte. „Für mutige Reisende“, sagte sie geheimnisvoll. Darin schimmerte eine goldene Flüssigkeit. Mia trank einen winzigen Schluck – und plötzlich konnte sie weit unten im Meer kleine Inseln sehen, auf denen Häuser wie Muscheln aussahen. Tim nahm einen Schluck und schnappte leise nach Luft. „Ich… ich kann hören, wie die Wolken sprechen.“ Paul schüttelte lächelnd den Kopf, doch insgeheim begann er, an Zufälle zu zweifeln.
Am Hafen lag ein Schiff, das aussah wie aus einer alten Abenteuergeschichte: weiße Segel, ein hölzerner Rumpf, verziert mit goldenen Ornamenten. Der Kapitän trug einen Dreispitz und begrüßte die Familie mit einer tiefen Verbeugung. „Willkommen an Bord der Aurora“, sagte er mit einer Stimme, die wie Meeresrauschen klang. Die Fahrt begann ruhig, doch bald tauchten sie in Nebel ein, der so dicht war, dass man kaum die eigene Hand vor Augen sehen konnte. Aus dem Dunst heraus erklang leises Glockenläuten, gefolgt von Gesang in einer fremden Sprache. Der Kapitän steuerte zielstrebig weiter, als wüsste er genau, wohin. Als sich der Nebel lichtete, lagen plötzlich schimmernde Inseln vor ihnen. Auf einer davon hielten sie an – und fanden einen kleinen Markt voller Dinge, die man sonst nur in Märchenbüchern sieht: schwebende Laternen, Musikinstrumente, die von selbst spielten, und Früchte, die in allen Regenbogenfarben leuchteten. Tim bekam von einer Händlerin eine Frucht geschenkt, die schmeckte wie Sommerregen und warmes Brot zugleich.
Am Ende der Reise bekamen sie jeder ein Fahrrad – altmodische Modelle mit großen Körben vorne. „Damit könnt ihr die Gegend erkunden“, erklärte der Kapitän, bevor er sich verabschiedete. Sie fuhren auf schmalen Wegen durch Wiesen voller Blumen, die sich leicht neigten, als ob sie grüßen wollten. Ab und zu flatterte ein Schwarm schillernder Vögel über sie hinweg. Mia entdeckte eine versteckte Abzweigung, die zu einem kleinen See führte, dessen Oberfläche so klar war, dass man bis auf den Grund sehen konnte. Dort lagen Münzen, Muscheln – und eine, die silbern glänzte wie die Münze aus dem Zug. Paul zog sie aus der Tasche und warf sie ins Wasser. Im gleichen Moment glitt ein riesiger Fisch unter ihnen hindurch, sein Rücken leuchtete wie flüssiges Silber, und dann war er wieder verschwunden.
Hinter einer Kurve entdeckten sie ein kleines Dorf, in dem die Häuser so aussahen, als wären sie aus Lebkuchen gebaut. Die Dorfbewohner trugen bunte Kleidung, lachten viel und luden sie ein, an einem Fest teilzunehmen. Es gab Musik, Tanz und Geschichten am Lagerfeuer. Eine alte Frau erzählte von Wegen, die nur erscheinen, wenn man sie nicht sucht, und von Reisen, die man nicht plant, sondern die einen finden. Als die Sterne aufgingen, leuchteten sie so hell, dass man fast glauben konnte, man könne sie vom Fahrrad aus pflücken.
Schließlich brachte der Weg sie zurück in die Stadt, von wo aus sie ihre Heimreise antraten. Niemand sprach laut aus, was alle dachten: dass sie etwas erlebt hatten, das sie für immer in sich tragen würden. Der Rückflug, die Zugfahrt und die Busfahrt wirkten normal – fast zu normal. Doch hin und wieder glaubte Doris, den Kapitän der Aurora am Bahnhof zu sehen oder das Zwinkern des Busfahrers im Vorbeigehen zu erhaschen. Als sie wieder zu Hause waren, wirkte alles gleichzeitig vertraut und neu. Der Alltag hatte sie zurück – und doch nicht ganz. Denn irgendwo tief im Herzen wusste jeder aus der Familie Bert, dass es da draußen noch viele Wege gibt, die nicht auf Landkarten verzeichnet sind. Und wenn sie das nächste Mal den Bus nehmen, wird jeder genau hinschauen, ob der Fahrer vielleicht wieder zwinkert.
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