Geheimnisvolles Buch führt Leser zu Abenteuern.

Geheimnisvolles Buch führt Leser zu Abenteuern.
Geheimnisvolles Buch weist jungen Leser zu großen Abenteuern. | Foto: elements.envato.com

Geheimnisvolles Buch weist jungen Leser zu großen Abenteuern.

An einem verregneten Nachmittag, als die Wolken schwer und dunkel über den Dächern hingen und der Wind wie ein Flüstern durch die engen Gassen strich, schlenderte Noah ohne Ziel durch die Stadt. Eigentlich hatte er nur dem Lärm seiner kleinen Wohnung entkommen wollen, doch seine Schritte führten ihn immer weiter, bis er in eine schmale Gasse gelangte, die er noch nie zuvor gesehen hatte. Der Regen tropfte leise von den Dachrinnen, und zwischen einem Schusterladen und einem Café, dessen Fenster wie von innen beschlagen waren, stand eine schmale Holztür. Über ihr hing ein verblichenes Schild, dessen goldene Buchstaben kaum noch zu lesen waren. Trotzdem meinte Noah, deutlich zu erkennen, was dort stand: „Geschichtenflüstern“. Seltsam war nur, dass die Buchstaben leicht zu glimmen schienen, als hätte das Schild sein eigenes, sanftes Licht.

Als er die Tür aufstieß, umfing ihn eine warme Luft, die nach altem Papier, Kerzenwachs und etwas Süßem roch, das er nicht genau benennen konnte. Im Laden war es still – zu still. Kein Straßenlärm, kein Rauschen des Regens drang herein, nur das gleichmäßige Ticken einer alten Standuhr. Die Regale ragten bis zur Decke, doch das Licht fiel nur auf bestimmte Stellen, als würden die Schatten den Rest verschlucken. Hinter dem Tresen saß eine ältere Frau mit langen, silbernen Haaren. Ihre Augen wirkten, als hätten sie schon unzählige Geschichten gesehen – vielleicht sogar welche, die niemand außer ihr je erfahren hatte.

„Du bist gekommen, um es zu finden“, sagte sie, ohne ihn zuvor begrüßt zu haben.

Noah blinzelte. „Was… zu finden?“

Sie erhob sich, ging an ihm vorbei zwischen zwei Regalen hindurch, und ihre Finger glitten über Buchrücken, bis sie an einem bestimmten Punkt innehielt. Langsam zog sie einen schmalen, tiefblauen Band hervor. Kein Titel, kein Name. Nur ein glattes, warmes Leder, das sich unter Noahs Fingern beinahe lebendig anfühlte, als er es entgegennahm. „Dieses Buch sucht sich seinen Leser selbst“, murmelte sie. „Und es kommt nur, wenn die Zeit dafür reif ist.“

Noah schlug es auf – und erstarrte. Auf der ersten Seite stand in geschwungener, dunkel glänzender Tinte: „Heute solltest du den Weg nach Hause nicht geradeaus gehen.“ Er wollte etwas fragen, doch als er aufsah, war die Frau verschwunden. Nur ein leises Rascheln irgendwo tief im Laden war zu hören, als würden Seiten umgeblättert.

Draußen folgte er der seltsamen Anweisung, mehr aus Neugier als aus Glauben. Er bog in eine andere Straße ab, und dort, im Schatten einer alten Kastanie, saß ein zitternder Hund. Als Noah sich ihm näherte, blickten ihn zwei Augen an, so hell, dass sie im Dämmerlicht fast leuchteten. Es fühlte sich an, als wäre er genau im richtigen Moment am richtigen Ort. Er brachte den Hund ins Tierheim, erfuhr, dass er seit Tagen vermisst wurde, und wurde kurz darauf von seiner überglücklichen Besitzerin umarmt.

Von diesem Tag an sprach das Buch jeden Morgen zu ihm. Nicht in Kapiteln oder langen Geschichten, sondern in kurzen, rätselhaften Sätzen: „Folge heute dem Duft der Orangen.“ „Sprich mit dem Jungen, der nicht lacht.“ „Warte, bis der dritte Tropfen fällt.“ Jedes Mal führte ihn der Rat an Orte, die wie aus einem Traum wirkten – zu einem versteckten Innenhof, in dem eine einzelne Laterne brannte, obwohl es Tag war. Zu einem stillen Platz am Fluss, wo im Wasser für einen Augenblick Worte zu tanzen schienen. Zu einem alten Mann, der Geschichten erzählte, als kämen sie aus einer Zeit, die nie existiert hatte.

Doch eines Morgens waren die Seiten leer. Keine Tinte, keine Hinweise – nur weißes Papier. Noahs Herz schlug schneller. Er blätterte vor und zurück, doch das Buch schwieg. Im Raum war es so still, dass er sein eigenes Atmen hörte. Da begriff er: Die Rätsel und Wege hatten ihn verändert. Er brauchte keine Anweisungen mehr. Er konnte sie selbst hören – nicht von Papier, sondern tief in sich.

Als er das Buch an diesem Abend schloss, schwor er, es zu bewahren. Und manchmal, wenn die Nacht still und der Mond rund war, meinte er, in seinem Rucksack ein leises Umblättern zu hören – als würde das Buch darauf warten, dass er eines Tages wieder seine Hilfe braucht.

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